Donnerstag, 15. Januar 2009

Ein Täschchen
















Ich finde diese Vorstellung ganz faszinierend. Überall Menschen, die dir die passenden Worte zuflüstern. Keine peinlichen Schweigemomente mehr, immer ein passender Konter. Kein Ärgern mehr, wenn einem viel zu spät die passenden Worte im Überfluss einfallen. Mit einem Souffleur hinter jedem Kellerfenster passiert einem so etwas nicht. Doch was geschieht, wenn sie nicht mehr aufhören zu soufflieren? Von überallher kommen Stimmen, alle haben den richtigen Text, nur sagen sie alle etwas anderes. Eine Flut von Worten überschwemmt dich und du wünschst dir deine Sprachlosigkeit zurück.

In mühevoller Kleinstarbeit habe ich heute eine Tasche genäht, bestickt und gelocht. Ursprünglich wollte ich einen Leinenbeutel aus Leder nähen. Aber als ich den senfgelben Fetzen Stoff zufällig auf der halbfertigen Tasche hab liegen sehen kam mir die Idee zu dem, was es jetzt geworden ist. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Arbeit. Vor allem bin ich sehr stolz auf meine Stickerei. Wenn meine Handballen sich wieder erholt haben werde ich vielleicht noch ein paar Botschaften sticken und verarbeiten.


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