Montag, 6. April 2009

Entscheidungen...














Es ist wieder so weit. Ich bin eine lange Zeit einfach so herumspaziert. Habe die Umgebung genossen, in den Tag gelebt. Seit ein paar Tagen stehe ich nun schon vor einer Ampel. Das Licht blendet mich und lässt mich meine Umgebung kaum noch wahrnehmen. Erst wenn ich weiß, in welche Richtung ich gehen möchte, erst wenn ich den Weg bestimmt habe, erst dann wird das Licht der Ampel grün aufleuchten.
Bis dahin werde ich orientierungslos und mit leichten Magenschmerzen vor der Ampel herumgehen. Werde nach oben und nach unten schauen, meinen Blick nach recht und links und halbrechts und halblinks schweifen lassen. Was jedoch wirklich hinter dieser Ampel lauert, wie es sein wird auf dem Weg, dem ich folgen werde, das kann ich nicht sehen.
Ich habe Angst in die falsche Straße einzubiegen, meine Entscheidung zu bereuen. Wenn ich nur wüsste, welche Abzweigung die mit den bunten Häusern und der strahlenden Natur ist. Ich werde es nicht wissen, bevor ich den Weg nicht gegangen bin. Vielleicht liegen ein paar triste graue Straßen mit welken Blumen vor mir. Vielleicht umgeben mich auch schillernde Gassen und grüne Wiesen mit Gänseblümchen.
Ich habe keine andere Möglichkeit, ich muss mich für einen Weg entscheiden, wenn ich die Ampel jemals überqueren will. Und ich muss wohl ein paar graue Häuser in meinem Leben in Kauf nehmen, um die schillernden Gassen je zu finden.
Am liebsten wäre es mir aber immernoch, wenn ich einfach so weiterlaufen könnte. Ohne Ampeln, ohne Nachzudenken.

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