Essen hat bei mir sehr viel mit Erinnerungen zu tun.
Viele Geschmäcker versetzen mich an einen bestimmten Ort, lassen mich vergangene Momente ins Hier und Jetzt holen. Nur für einen Moment.
So reise ich mit einem Baguette, belegt mit Schafskäse, Tomaten, Gurke und Salat im Auto um die Welt.
Ein Milchhörnchen, im Mund gemischt mit Kakao lässt mich in Griechenland auf einer Sandsteinmauer am Meer verweilen.
Reibedatschis mit Apfelmus erinnern mich an kranke Tage im Bett.
Bei gekochtem Vanillepudding stehe ich plötzlich wieder bei meiner Oma auf dem Küchenschrank und wühle im Schrank nach einer Packung Dr. Oetkers.
Eisbonbons machen aus mir ein 12-jähriges Mädchen, das sich mit einer Freundin eine ganze Tüte teilt.
Erdbeeren pflücke ich mit einer Freundin und ihrer Mutter auf einem Erdbeerfeld. dabei naschen wir so viel, dass wir noch Tage später Bauchschmerzen haben und keine Erdbeeren mehr sehen können.
Gefüllter Blätterteig und Bifis setzen mich ins Auto auf den Weg durch Berge mit Wasserfällen mit dem Ziel Griechenland.
Bei Spaghetti Bolognese stehe ich in der Kantine einer Fähre mit einem Tablett vor der Menüauswahl.
Hotdogs beamen mich an den Hafen Salonikis.
Chips in Geisterform lassen mich mit flauem Magen Serpentinen überstehen.
Und Hackfleischbällchen aus der Dose setzen mich auf eine karierte Decke auf Waldboden vor einem Dreimannzelt.
Und so ist es auch mit meiner Entdeckung, den EmEukal-Lutschern. Ich weiß nicht, ob sie mir wirklich schmecken, aber sie schmecken nach Kindheit und das reicht.
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