Freitag, 27. November 2009

Mutter mit Kind


















Ohne es zu merken bin ich eine jener Mütter geworden, die- einmal nach ihrem kleinen Schatz gefragt- nicht mehr aufhören können von ihrem baby zu schwärmen.
Ich bemühe mich wirklich sehr, mich kurz zu halten, wenn mich wieder einmal jemand fragt "Und wie geht es deiner Kleinen?". Doch wenn ich erst einmal anfange zu erzählen, wie viele Zähne sie nun hat, dann fallen mir all die anderen tollen Dinge an ihr ein, wie dass sie jetzt an einer Hand laufen kann, mein Gesicht neuerdings überaus gerne mit ihrer ganzen nassen Zunge ableckt, Bücher anschaut und Lehrer Lämpel besonders mag. Dass sie am liebsten auf dem Bauch schläft und dabei sooo süß aussieht, dass ihre Haare so weich sind, dass sie im Wind wehen und wild abstehen wenn sie eine Mütze auf hatte. Und habe ich schon von ihrem oberen Schneidezahn erzählt? Was für ein Hauer! Wenn jemand lacht, dann wird sie albern, lacht auch, kneift dabei die Augen zu und zieht den Kopf zwischen die Schultern. Sie sabbert ständig und überflutet dabei die halbe Wohnung. Wenn sie Bilder an den Wänden sieht, zeigt sie mit dem Finger darauf und macht einen schrillen "Da"- Laut. Hängen zehn Bilder an der Wand, dann macht sie das zehn Mal- oder öfter, schließlich ist es ja schon eine Weile her, dass sie mich auf das erste Bild aufmerksam gemacht hat. Sie ist eine alberne Quasselstrippe und ich merke von Tag zu Tag immer mehr, wie sehr ich von ihr abhängig bin. Sie bedeutet mir alles. Jeden Moment wächst dieses Gefühl, es wird immer stärker und ich befürchte keine Besserung. In ein paar Monaten bin ich eine derer, die man nicht nach ihrer Kleinen fragen braucht. Ich erzähle ungefragt, pausenlos und Stolz wie man nur sein kann.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

ich vermiss euch so... mit wehmut lese ich die zeilen und muss fesstellen was mir alles entgeht. Eine kleine Träne, kullert. ICH HAB EUCH RIESIG DOLL LIEB!!!! Marina